Zufallscomic
Eine Idee aus Kunsthochschulzeiten: einen wirklichen Zufallscomic zu entwerfen, in Inhalt und Form.

Papier als Träger war schnell verworfen, die Reihenfolge der Bilder ist bei allen Spielereien immer auf die eine oder andere Weise fixiert.
Stattdessen wurden acht Stapelmonitore, die über Datenbanken mit zufällig ausgewählten Wort- und Bilddateien bespielt wurden, zu einer überdimensionalen Comicseite umfunktioniert.
Auch die Zeichnungen und Texte sollten reine Zufallsprodukte sein. Der Zufall bewies seinen überaus schlechten Geschmack und wählte anhand der ISBN-Zahlen aller jemals in der BRD veröffentlichten Bücher ausgerechnet “Kleine Bettlektüre für den wagemutigen Widder“, einen mehr als fragwürdigen Astrologieratgeber, aus.


Die Datenbank wurde daraufhin mit zwei Arten von Grafikdateien gefüttert: zum einen Zeichnungen von mir, die auf Motiven aus dem Buch basierten (unten einige Beispiele), zum anderen alle Nomen und Adjektive des Buches im Original-Font ‘Stempel Garamond’.
Bilder und Texte kombinierten sich so live zu einer sich ständig verändernden Comicseite zusammen. Auf Fotos ist der Effekt schwer einzufangen, weil das Timing von hintereinander bzw. gleichzeitig erscheinenden Bildern und Worten sich als entscheidend für die ‘Deutung’ der Geschichte herausgestellt hat.
Mmh. Heutzutage könnte man das sicherlich mit sehr viel weniger Aufwand im Internet anordnen…



















































































