… noch eine sehr freundliche Moresukine-Rezension von Michael Steber auf dem Popkultur-Portal G wie Gorilla.
Jedes einzelne Comic bietet innovative Panels, eine natürliche Sprache zwischen saloppem Kommentar und durchdachter Reflexion und endet mit einer intelligenten Pointe, so dass man sich wünscht, es würden sich noch viel mehr der kurzen Geschichten in dem kleinen Moleskin-Buch finden.
Jeder Mitwirkende durfte keinerlei Worte verwenden und musste sich auf acht Panels beschränken, um mitunter umfangreiche Klassiker wie “Moby Dick” oder Musils “Mann ohne Eigenschaften” in Comicform zu fassen.
Zeitlichkeit wird im Comic nicht zuletzt durch die Seitenzahlen dargestellt, und so konzentriert sich meine Hawking-Adaption auf den unteren Rand der Seiten vor und nach meinem Beitrag.
Der beste Comic ist und bleibt aber Dirk Schwiegers Adaption von Stephen Hawkings Eine kurze Geschichte der Zeit, die zwar der neuen Seitenaufteilung angepasst wurde, aber dennoch nicht ihren simplen Charme verloren hat.
Moderatorin und Stand-Up Comedian Blair Butler rezensiert Moresukine zu Beginn der aktuellen Ausgabe von Fresh Ink Online, einem Vlog mit Comicbesprechungen des US-amerikanischen Geek-Senders G4 TV.
Really funny, really educational, this is a great read for everybody who’s ever been to Japan, who wants to learn more about Japanese culture [...] or for anyone who just wants to visit Japan. You should definitely check this out, it was a really, really entertaining read.
Comiczeichner ist wahrscheinlich der einzige Beruf der Welt, bei dem Menschen ihre Arbeit signieren, indem sie ein Bild zeichnen. Schon lange hat mich die Idee gereizt, diesen unzusammenhängenden Zeichnungen per Comicstrip irgendeine Form von Bedeutsamkeit einzuhauchen.
Auf dem letzten Comic-Con in San Diego, der in diesen Tagen wieder stattfindet, wurden also eifrig Signaturzeichnungen von Comic-Urgesteinen wie Xaime Hernandez, Paul Chadwick oder Eddie Campbell gesammelt und anschließend zu einem unfreiwilligen Jam-Comic zusammenkombiniert.
Dass jede Mission ein spezielles Erlebnis war, sieht man den Zeichnungen an: Mal sind sie feiner detailliert, dann gröber, mal düster, mal diszipliniert in regelmäßigen Panels, oder sie explodieren über die ganze Doppelseite. Ob realistisch oder mit Funny-Anteilen: Sie sind immer ein persönliches Statement, und beim Lesen kann ich die Schärfe von Wasabi regelrecht schmecken.
Eine Idee aus Kunsthochschulzeiten: einen wirklichen Zufallscomic zu entwerfen, in Inhalt und Form.
Papier als Träger war schnell verworfen, die Reihenfolge der Bilder ist bei allen Spielereien immer auf die eine oder andere Weise fixiert.
Stattdessen wurden acht Stapelmonitore, die über Datenbanken mit zufällig ausgewählten Wort- und Bilddateien bespielt wurden, zu einer überdimensionalen Comicseite umfunktioniert.
Auch die Zeichnungen und Texte sollten reine Zufallsprodukte sein. Der Zufall bewies seinen überaus schlechten Geschmack und wählte anhand der ISBN-Zahlen aller jemals in der BRD veröffentlichten Bücher ausgerechnet “Kleine Bettlektüre für den wagemutigen Widder“, einen mehr als fragwürdigen Astrologieratgeber, aus.
Die Datenbank wurde daraufhin mit zwei Arten von Grafikdateien gefüttert: zum einen Zeichnungen von mir, die auf Motiven aus dem Buch basierten (unten einige Beispiele), zum anderen alle Nomen und Adjektive des Buches im Original-Font ‘Stempel Garamond’.
Bilder und Texte kombinierten sich so live zu einer sich ständig verändernden Comicseite zusammen. Auf Fotos ist der Effekt schwer einzufangen, weil das Timing von hintereinander bzw. gleichzeitig erscheinenden Bildern und Worten sich als entscheidend für die ‘Deutung’ der Geschichte herausgestellt hat.
Mmh. Heutzutage könnte man das sicherlich mit sehr viel weniger Aufwand im Internet anordnen…
Eine weitere Stadtimpression aus dem Kapitel “Reykjavík”, diesmal das isländische Nationaltheater oder Þjóðleikhúsið - ein aktueller Scan mit Kreuzschraffur, die die dunkle, felsige Fassade nachempfinden soll, und ein älterer Scan ohne jede Schraffur.
Während morgen vorgezogene Althing-Wahlen in Island anstehen, hier einige Impressionen aus einem Reykjavík vor der Zeit von Beinahe-Staatsbankrott, Inflation und Massenprotesten.
(Eine Seite aus People Not Seen, der Elfen-Dokumentation über die unsichtbaren Menschen auf Island.)
Eine Seite aus People Not Seen, der Elfen-Dokumentation über die unsichtbaren Menschen auf Island. Das erste Panel ist inhaltlich mit einem Bild auf einer späteren Seite verbunden und wird erst gefüllt, wenn ich genau weiß, wie dieses spätere Bild aussieht.